Sonntag 5:45 Uhr. Aufstehen, Frühstücken und ganz wichtig Kaffee und schnell auf den Weg machen zum Food Court, denn 6:45 Uhr sollte es von dort aus mit einem Mietauto (320 Rupien für 10 Mann = 4,92€) zum nächsten Ausflugsziel gehen nach Kudremukh. Kudremukh ist ein Berg innerhalb des Parks. Wörtlich übersetzt bedeutet es “Pferde-Gesicht”, was schematisch auf die Form des Berges zurückzuführen ist.
Wir, schon 5min zu spät mit der Rikshaw, kamen an und nur die Jungs waren da. Keine Mädels, keine Suma und DC mit zukünftiger Frau. “Na super!”, dachten wir uns, so zeitig raus zum Sonntag und das eine Woche vor den Prüfungen. Und noch keiner weiter da. Nach 10 min. kamen dann die Mädels, aber unsere indischen Kommilitonen ließen weiter auf sich warten. Das typische indische zu spät kommen . Wir ahnten, dass wir erst gegen 8 Uhr los kommen würden. Am besten immer sagen, dass wir uns “sharp” treffen, dann kommen sie pünktlich. Schließlich trudelten dann die Fehlenden gegen viertel acht ein, sodass wir dann starten konnten. Zweieinhalb Stunden Fahrt lagen nun vor uns. Als erstes hielten wir nach etwa einer Stunde an, um etwas zu frühstücken. Da wir schon gefrühstückt hatten, aßen wir nur eine Kleinigkeit. Bevor es weiter gehen “sollte”, deckte sich jeder mit zutrinken und anderen diversen Süßigkeiten ein. Aus dem weiterfahren wurde erste mal nix. Wir hatten einen Platten und kein Ersatzreifen mit! “Das geht ja schon mal gut weiter”, aber besser als wenn es später passiert wäre. Wartend auf den Ersatzreifen und –wechsel vertrieben wir uns die Zeit vor einem indischen Baumarkt (wir Deutschen würden Krämerladen dazu sagen). Nach einer halben Stunde konnte es dann endlich weiter gehen. Mit schlafen war allerdings nicht viel. Unsere indischen Kommilitonen hielten uns mit indischen Popsongs wach, tanzen und sangen dazu. Auch unsere Jungs wurden aufgefordert mitzutanzen. Die waren allerdings weniger begeistert. Doch bis zur bevorstehenden Hochzeit soll mit ihnen noch ein Tanz einstudiert werden. Da freue ich mich bei meinem Tanzmuffel ja schon besonders drauf
( und er sich auch
). Die indische Mentalität steckt einfach zum Tanzen an, was ich auch schon in Chemnitz beim letzten Diwalifest festgestellt habe. Und die Männer können hier alle tanzen. Sobald ein Lied läuft, gibt es kein Halten mehr und man wird einfach mitgerissen. So verging die letzte Stunde Fahrt wie im Flug.
6:45 Uhr am KC unser zweites Frühstück
unser Zwischenstopp zum Frühstück der Mietbus – noch ganz
und nun der Platten indischer Baumarkt
fliegende Obsthändler Essen gibt’s in Zeitungspapier
der Partybus
so ging bei uns im Bus ab – ist leider nicht so gut geworden
10:45 Uhr angekommen im Kudremukh Nationalpark (hat eine Ausdehnung von 600 km2 und ist der größte Naturschutz Park für tropische, immergrüne Vegetation). Zuerst ging es viele, viele Treppen hinunter ins Tal, bis wir den Wasserfall “Soothanabbi Falls” (22m) erreichten. Suma und Dc waren die ersten im Wasser. Schwer trauten wir uns nach. Keiner wusste von uns, dass wir baden gingen und hatten Wechselsachen mit. Die gute Laune steckte an, und egal, mit voller Bekleidung ging es ins Wasser und das, obwohl an jeder Ecke Schilder standen mit “Baden strikt verboten”. Es blieb keiner trocken und verschont. Tropfend und leicht frierend, klettern wir auf die Steine, den Sonnenstrahlen entgegen, um irgendwie wieder trocken zu werden, da das Wasser mit der Zeit doch recht kühl war. Gegen 12:30 Uhr verließen wir die malerische Idylle und fuhren zum Mittagessen in ein Hotel (ohne weiteren Platten). Und dann ging es auch schon wieder Richtung Manipal. In den knapp drei Stunden Fahrt wurde es sehr, sehr ruhig. Jeder, bis auf einen versuchte den versäumten Schlaf nachzuholen. Entspannt und erholt kehrten wir um 18 Uhr in unsere Wohnung zurück. Jetzt nur noch den Tag schön ausklingen……
Doch aus dem Urlaubsgefühl und der Entspannung des schönen Tages, riss mich der Gedanke meinen Vortrag für “Environmental Management for Production Industry” weiter vorzubereiten, der am Dienstag präsentiert werden musste. Ist schon makaber, dass sie uns Umweltschutz und Emissionsvermeidung erklären, und fasst schon neben einem den Plastikmüll am Straßenrand verbrennen und sich selbst nicht daran halten, wie man unschwer erkennen kann. Aber dazu bei Gelegenheit mehr. Sammelt lieber noch ein paar schöne Eindrücke in den folgenden Bildern
Panoramablick auf die Berge von Kudremukh unser Ausflugsziel
ein langer Weg nach unten fast angekommen
Hanumanagundi Wasserfälle
keiner blieb verschont die Jungs mit Suma
die Mädels Kudremukha Iron Ore Company logo
zurückgelegter Weg